In Erinnerung an Juliane Noack – Zum dritten Jahrestag des Germanwings Absturzes am 24. März

AUS DEM SINNLOSEN NEUEN SINN SCHAFFEN

(Zur vollständigen Pressemitteilung hier entlang.)

Am 24. März 2018 jährt sich der Jahrestag des Absturzes der Germanwings Maschine in den französischen Alpen zum dritten Mal. 150 Personen kamen dabei ums Leben. Darunter war auch die junge Künstlerin Juliane Noack aus Leipzig, zu deren Erinnerung im Herbst 2015 dieser Förderverein gegründet wurde. Am 24. März gedenkt der Förderverein der Opfer des Absturzes. Dieser Tag ist für den Juliane Noack Förderverein aber auch Anlass, ein Fazit zu ziehen.

Die letzten drei Jahre waren für uns alle sehr hart. Wenn sich der Tag von Julianes Tod jährt, wird das immer besonders deutlich. Aber umso mehr rührt es mich, wenn ich sehe, wie unser Verein, den wir in Gedenken an Juliane gegründet haben, immer weiter wächst und jedes Jahr mehr und mehr junge Künstler unterstützen kann. Die Ausschreibung unseres ersten Künstlerstipendiums Ende März ist dabei ein sehr besonderer Meilenstein, da dies die allererste Idee war, die schließlich zur Gründung des Fördervereins führte. Darin liegt etwas sehr kraftvolles.

(David Nowak, Lebensgefährte von Juliane Noack und Vorsitzender Vorstand des Fördervereins)

Das Stipendium für Künstler*innen in den ersten Berufsjahren ist mit monatlich 1.250 Euro dotiert und ermöglicht es einem Künstler, zwölf Monate lang frei an sich und seiner Entwicklung zu arbeiten. Schmuckkunst, Skulptur und Rauminterventionen sind die Medien, die dabei gefördert werden. Es sind die Medien, in denen Juliane Noack als Künstlerin gearbeitet hat. Die Ausschreibung wird Ende März auf dieser Website veröffentlicht.

Der Tod unserer Tochter ist nach wie vor sinnlos“,  „aber es war uns wichtig, etwas aufzubauen, dass an Juliane erinnert und in ihrem Sinne ist.

(Frank Noack, ihr Vater und Vorstandsmitglied des Fördervereins)

Seit der Gründung im Oktober 2015 konnten bundesweit bereits 26 Künstler*innen und Projekte gefördert werden. Ihre Ausstellungen, Kataloge und Produktionskosten unterstützte der Förderverein mit insgesamt 34.588 Euro, so Katrin Eitner, ebenfalls Vorstandsmitglied und Galeristin von Juliane Noack. Unter den bisherigen Förderprojekten ist die Ausstellung „Master Class“ von Hannes Uhlenhaut und weiteren sieben Absolvent*innen der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Sie findet im Herbst 2018 auf dem Gelände der Leipziger Spinnerei statt. Im März 2018 wurde die Ausstellung „entoecia“ von Marcus Biesecke, Sophie Baumgärtner, Elisa Sophia Herrmann, Sarah Schuschkleb und Martina Singerova, Absolvent*innen und eine Studentin der Schmuckklasse der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle gefördert. Hier hatte auch Juliane Noack bis 2012 studiert. Darüber hinaus unterstützt der Förderverein die Erarbeitung eines Werkverzeichnisses von Juliane Noack.

Möglich machen dies die  Unterstützer*innen, die den Verein mit Spenden finanzieren, Fördermitglieder geworden sind oder sich durch ihre Mitarbeit engagieren. Auch Familie Noack stellt immer wieder finanzielle Mittel zur Verfügung. Um die Förderungen langfristig zu sichern, ist die Gründung einer Stiftung das Ziel. Auch dafür werden weiter Geldmittel gesammelt.

Förderung für „entoecia“

Ausstellung vom 8.-11.3.2018 in München

Im März 2018 fördern wir die Ausstellung „entoecia“, die während der SCHMUCK / MUNICH JEWELLERY WEEK 2018 in München stattfindet. Das selbstorganisierte Künstlerprojekt wurde vom Vorstand des Fördervereins aus den Bewerbungen ausgewählt, die Ende 2017 nach einer Ausschreibung eingingen.

entoecia
Sophie Baumgärtner, Marcus Biesecke, Elisa Sophia Herrmann, Sarah Schuschkleb, Martina Singérova

Ausstellung: vom 8.- 11.3.2018, Öffnungszeiten: 14-19 Uhr
Neureutherstraße 15, 80799 München

Weitere Informationen:
„entoecia“ bei der Munich Jewellery Week
Marcus Biesecke – Instagram
Sophie Baumgärtner – Website
Sarah Schuschkleb – Website
Martina Singérova – Website

entoecia

Weitere Informationen über die Förderprojekte des Vereins

Projektförderung an sechs Projekte vergeben

Skulptur - Schmuckkunst - Intervention

Nach der allerersten offenen Ausschreibung einer Projektförderung hat der Vorstand des Fördervereins Zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V. in seiner Sitzung im September sechs Projekte für eine Projektförderung ausgewählt. 32 Bewerbungen gingen ein, davon entsprachen 26 den Voraussetzungen der Ausschreibung, die sich an Künstler*innen in den ersten Berufsjahren richtete. In den kommenden 12 Monaten können nun die folgenden Künstler*innen ein Projekt in den Bereichen Schmuckkunst, Skulptur oder Intervention realisieren:

  • Sven Bergelt, Publikation: you are (not) the only one (500,00 Euro)
  • Kathrin Borst, Materialforschung: Emaillierte Schmuckunst (1.218,56 Euro)
  • Franziska Jyrch, Ausstellungsförderung (1.170,00 Euro)
  • Olga Grigorjewa, Susanne Hopmann, Nadja Kurz, Benedikt Leonhardt, Georg Lisek, Anna Nero, Marten Schech, Marie Lynn Speckert und Hannes Uhlenhaut, Meisterschüler Ausstellung Master Class (2.000,00 Euro)
  • Lea Petermann, Contact Method (AT) (453,47 Euro)
  • Various & Gould, City Skins | Lenin (2.000,00 Euro)

Die Projekte werden in den kommenden Wochen und Monaten ausführlicher vorgestellt. Besonders freuen wir uns, das dank weiterer Unterstützung der ursprünglich mit 6.500 Euro angesetzte Förderetat auf 7.342,03 Euro erhöht werden konnte.

Ausschreibung: Förderung einer Schmuckkunst-Ausstellung

Bewerbungsfrist: 1. Dezember 2017

Ausgeschrieben wird eine Ausstellungsförderung in Höhe von 700 Euro für eine Schmuckkunst-Ausstellung (bzw. ein Projekt), die bzw. das im März 2018 während der SCHMUCK 2018 / MUNICH JEWELLERY WEEK 2018 in der Stadt München stattfindet.

Bewerben können sich Einzelpersonen oder Gruppenprojekte (auch organisiert als Verein), die eine entsprechende Ausstellung oder ein Projekt in München planen. Die Ausstellung kann als Einzel- oder Gruppenausstellung konzipiert sein. Unter den Bewerber*innen wird eine Ausstellung/Projekt ausgewählt, die/das mit einem festen Betrag von 700 Euro gefördert wird (Festbetragsfinanzierung). Die Ausstellungsplanung bzw. Projektplanung kann bereits begonnen haben.

Hier entlang zur kompletten Ausschreibung (Direktlink zum PDF)

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen als PDF bis zum 1. Dezember 2017 an foerderverein@julianenoack.de. Nur vollständige Bewerbungsunterlagen können berücksichtigt werden. Nutzen Sie für große Datenmengen ab 3 MB unbedingt Dienste wie Wetransfer o.ä. Fragen zu dieser Ausschreibung beantwortet Katrin Eitner unter foerderverein@julianenoack.de oder Mobil 0163-1728613.

Mit Ihrer Bewerbung erkennen Sie die Bedingungen dieser Ausschreibung (enthalten im PDF) an.
Förderverein zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V.
10. Oktober 2017

 

„angewanzt“. Eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von Juliane Noack

Wir möchten Sie gern auf die folgende Ausstellung hinweisen, die am 19. Oktober 2017 in München eröffnet wird:

„angewanzt“
Eine Einlassung zur Zweckhaftigkeit in der angewandten und bildenden Kunst

Eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von: Peter Bauhuis, David Bielander, Attai Chen, Shirin Damerji, Diana Dudek, Anna Maria Eichlinger, Tom Früchtl, Doerthe Fuchs, Susanne Holzinger, Unk Kraus, Tom Kristen, Suska Mackert, René Martin, Anna Moll, Juliane Noack, Masayo Oda, Natalia Olarte, Eva Raiser-Johanson, Loukia Richards, Barbara Schrobenhauser, Nadja Soloviev, Gisbert Stach, Rose Stach, Simone ten Hompel, Susanne Thiemann, Andrea Viebach, Christine Wagner, Stefan Wischnewski, Frauke Zabel

Das Dilemma ist gegeben und die Anklage lautet, die angewandte Kunst müsse sich nützlich machen, allein der schönen Kunst sei es vorbehalten, sich als Selbstzweck zu behaupten.
Historisch betrachtet ist die Aufspaltung der  „l´art pour l´art“ vom abfälligeren Bruder Kunstgewerbe erst seit der Geburt der Ismen geläufig, während davor die Kunstproduktion eine zwischen Handwerklichkeit und Inspiration agierende Produktionsweise darstellte.

Beflügelt von der Industriellen Revolution entstanden Kleinmanufakturen im Kunstgewerbe, in der Folge Schuleinrichtungen, die der schönen und funktionalen Form huldigten, die derzeit in Design mündet, während der Kunstbegriff sich weitete und mittlerweile im „anything goes“ angekommen ist.
Momentan scheinen die Grenzen zwischen angewandter und bildender Kunst wieder fließender zu werden. Angewandte Künstler arbeiten zunehmend freier, während sich Bildende gerne des Handwerks annehmen.
Die Ausstellung möge einen Überblick bieten. (Text: Unk Kraus)

Bayerischer Kunstgewerbeverein (BKV), Pacellistrasse 6-8, 80333 München

Eröffnung: Donnerstag, 19.10.2017, 18.30 – 20.30 Uhr
Begrüßung durch Prof. Dr. Thomas Raff, Vorsitzender des Bayerischen Kunstgewerbevereins und philosophische  Betrachtungen zur Ausstellung von Pravu Mazumdar
Kuratoren: Gisbert Stach und Unk Kraus

Ausstellung vom 20. Oktober bis 18. November 2017
geöffnet: Mo bis Sa 10 bis 18 Uhr
Aktionstag: 16. November 2017, 18.30 bis 20.30 Uhr

Zum Ausstellungsflyer
Zur Website des BKV