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Anja Heymann erhält erstes Arbeitsstipendium des Juliane Noack Fördervereins

Anja Heymann (Leipzig) erhält das erste Arbeitsstipendium des Fördervereins zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung. Das Arbeitsstipendium für Künstler*innen in den ersten Berufsjahren ist mit monatlich 1.250 Euro ausgestattet und ermöglicht es einer*m Künstler*in, zwölf Monate lang frei an sich und seiner Entwicklung zu arbeiten.

Anja Heymann (*1981 in Bremerhaven) studierte Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 2013 erhielt sie ihr Diplom für Bildende Kunst im Bereich Installation und Raum bei Prof. Joachim Blank. Seit 2017 ist sie Mitbegründerin der Projektgruppe Formation7. Ihre Arbeiten waren auf verschiedenen nationalen und internationalen Gruppenausstellungen, im Deutschen Historischen Museum in Berlin, so wie im Museum der Bildenden Künste Leipzig zu sehen. Anja Heymann lebt und arbeitet in Leipzig.

Anja Heymann - Fuchs

Über ihre Arbeit schreibt sie „erstelle ich mir eben selber das eine Ding, das Eine, welches alle haben wollen, wo alle applaudieren, das wonach sich alle sehnen… Meine eigens erstellte, von mir mit Blut übersäte, glitzernde, funkelnde, königliche Trophäe…“ (Anja Heymann 2017)

In der Jurybegründung zur Vergabe des Stipendiums heißt es „Anja Heymanns körperbezogene Arbeiten greifen gesellschaftliche und soziale Diskurse auf. Das Spiel mit Materialität und nicht zuletzt der performative Charakter vieler ihrer Arbeiten sowie das kritische Potential überzeugen.“

Mitglieder der Jury waren Kristin Bartels (Kuratorin, Münster), Katrin Eitner (Stellvertretende Vorsitzende Vorstand des Fördervereins, Berlin), David Nowak (Vorsitzender Vorstand des Fördervereins, Halle (Saale)), Sarah Schuschkleb (Förderalumni 2018 des Fördervereins, Halle (Saale)) und Prof. Friedrich Weltzien (Kunsthistoriker, Hannover/Berlin). Der Jury wurden 140 Bewerbungen vorgelegt. Voraussetzung für die Bewerbung war eine Arbeit in den Feldern, Skulptur, Schmuckkunst oder Intervention. Der Förderverein hat sich gegen eine Altersbeschränkung entschieden und fördert mit dem Arbeitsstipendium Künstler*innen in den ersten sieben Berufsjahren.

Pressemitteilung zum Download als PDF

Ausschreibung des 1. Stipendiums

Skulptur - Schmuckkunst - Intervention

Bewerbungsschluss: 15. August 2018

Der Förderverein zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V. schreibt zum ersten Mal seit seiner Gründung ein zwölfmonatiges Stipendium aus und lädt Künstler*innen in den ersten Berufsjahren, die in den Bereichen Skulptur, Schmuckkunst und Intervention arbeiten, zur Bewerbung ein.

An wen richtet sich diese Fördermöglichkeit?
Der Förderverein konzentriert sich auf Künstlerförderung in Deutschland und möchte mit dieser Ausschreibung Absolvent*innen von Kunsthochschulen bzw. Hochschulen unterstützen, deren Abschluss zum Bewerbungszeitpunkt nicht länger als sieben Jahre zurückliegt. Die Ausschreibung erfolgt deutschlandweit und richtet sich an in Deutschland professionell arbeitende und lebende Künstler*innen. Während des Stipendienzeitraums soll ein Wohnsitz in Deutschland bestehen. Diese Fördermöglichkeit richtet sich nicht an Studierende bzw. Meisterschüler*innen (zum Zeitpunkt des Stipendienstarts).

Das Stipendium
Das Stipendium für Künstler*innen in den ersten Berufsjahren ist mit monatlich 1.250 Euro dotiert (insgesamt 15.000 Euro). Es ermöglicht, zwölf Monate lang, frei an sich und seiner Entwicklung zu arbeiten. Die Vorstellung eines bestimmten Projektes für die Stipendienzeit ist nicht erforderlich. Sie können in Ihrer Bewerbung jedoch gern darlegen, welche Arbeitsvorhaben, Themen usw. für Sie in der Stipendienzeit wichtig sind. Schmuckkunst, Skulptur und Rauminterventionen sind die Medien, die durch das Stipendium gefördert werden. Es wird im Jahr 2018 ein Stipendium vergeben, welches monatlich von November 2018 bis Oktober 2019 zur Auszahlung gelangt.

Bitte senden Sie uns mit Ihrer Bewerbung per Email folgende Unterlagen:
– Motivationsschreiben
– Vita
– Portfolio Ihrer bisherigen künstlerische Arbeit (PDF)
– ergänzend Links zu Websites oder auch Videos usw., die einen Einblick in Ihre Arbeit ermöglichen
– einen Beleg für Ihren aktuellsten Abschluss (Diplom/Bachelor/Master)
– Beleg für das Datum ihrer Exmatrikulation.

Senden Sie Ihre Bewerbung in PDF-Form bis zum 15. August 2018 an foerderverein@julianenoack.de. Wenn Sie große Dateien versenden, nutzen Sie bitte unbedingt Dienste wie Wetransfer, o.ä. Bitte melden Sie sich sehr gern vorab mit Ihren Fragen. Nur am 15. August 2018 vollständig vorliegende Bewerbungsunterlagen können berücksichtigt werden. Wenn Sie uns zusätzlich Kataloge und ähnliches Material per Post zusenden möchten, bedenken Sie bitte, dass diese nicht zurück geschickt werden können. Bitte senden Sie dieses Material ausschließlich an folgende Adresse: Katrin Eitner, Breite Str. 15, 13187 Berlin. Ausschließliche Bewerbungen per Post werden jedoch nicht berücksichtigt!

Künstler*innen, die in der Vergangenheit bereits eine Projektförderung durch den Juliane Noack Förderverein erhalten haben, können sich ebenfalls um das Stipendium bewerben.

Die Entscheidung über das Stipendium wird von einer Jury Anfang September 2018 getroffen. Teil der Jury sind Prof. Friedrich Weltzien (Kunsthistoriker), Kristin Bartels (Kunsthistorikerin), ein(e) bisher bereits geförderten Künstler*in sowie die beiden Vorstände David Nowak (Vorsitzender) und Katrin Eitner (Stellvertretende Vorsitzende). Die Mitteilungen an die Bewerber*innen erfolgen in der Woche nach der Juryentscheidung.

Ausschreibung als PDF
Förderrichtlinie für Stipendien und Projektförderung

Fragen zu dieser Ausschreibung beantwortet Ihnen sehr gern Katrin Eitner unter foerderverein@julianenoack.de oder Mobil 0163-1728613.

Förderverein zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V., 20.06.2018 / Mit Ihrer Bewerbung erkennen Sie die Bedingungen dieser Ausschreibung und die Förderrichtlinie für Projektförderung und Stipendien an.

In Erinnerung an Juliane Noack – Zum dritten Jahrestag des Germanwings Absturzes am 24. März

AUS DEM SINNLOSEN NEUEN SINN SCHAFFEN

(Zur vollständigen Pressemitteilung hier entlang.)

Am 24. März 2018 jährt sich der Jahrestag des Absturzes der Germanwings Maschine in den französischen Alpen zum dritten Mal. 150 Personen kamen dabei ums Leben. Darunter war auch die junge Künstlerin Juliane Noack aus Leipzig, zu deren Erinnerung im Herbst 2015 dieser Förderverein gegründet wurde. Am 24. März gedenkt der Förderverein der Opfer des Absturzes. Dieser Tag ist für den Juliane Noack Förderverein aber auch Anlass, ein Fazit zu ziehen.

Die letzten drei Jahre waren für uns alle sehr hart. Wenn sich der Tag von Julianes Tod jährt, wird das immer besonders deutlich. Aber umso mehr rührt es mich, wenn ich sehe, wie unser Verein, den wir in Gedenken an Juliane gegründet haben, immer weiter wächst und jedes Jahr mehr und mehr junge Künstler unterstützen kann. Die Ausschreibung unseres ersten Künstlerstipendiums Ende März ist dabei ein sehr besonderer Meilenstein, da dies die allererste Idee war, die schließlich zur Gründung des Fördervereins führte. Darin liegt etwas sehr kraftvolles.

(David Nowak, Lebensgefährte von Juliane Noack und Vorsitzender Vorstand des Fördervereins)

Das Stipendium für Künstler*innen in den ersten Berufsjahren ist mit monatlich 1.250 Euro dotiert und ermöglicht es einem Künstler, zwölf Monate lang frei an sich und seiner Entwicklung zu arbeiten. Schmuckkunst, Skulptur und Rauminterventionen sind die Medien, die dabei gefördert werden. Es sind die Medien, in denen Juliane Noack als Künstlerin gearbeitet hat. Die Ausschreibung wird Ende März auf dieser Website veröffentlicht.

Der Tod unserer Tochter ist nach wie vor sinnlos“,  „aber es war uns wichtig, etwas aufzubauen, dass an Juliane erinnert und in ihrem Sinne ist.

(Frank Noack, ihr Vater und Vorstandsmitglied des Fördervereins)

Seit der Gründung im Oktober 2015 konnten bundesweit bereits 26 Künstler*innen und Projekte gefördert werden. Ihre Ausstellungen, Kataloge und Produktionskosten unterstützte der Förderverein mit insgesamt 34.588 Euro, so Katrin Eitner, ebenfalls Vorstandsmitglied und Galeristin von Juliane Noack. Unter den bisherigen Förderprojekten ist die Ausstellung „Master Class“ von Hannes Uhlenhaut und weiteren sieben Absolvent*innen der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Sie findet im Herbst 2018 auf dem Gelände der Leipziger Spinnerei statt. Im März 2018 wurde die Ausstellung „entoecia“ von Marcus Biesecke, Sophie Baumgärtner, Elisa Sophia Herrmann, Sarah Schuschkleb und Martina Singerova, Absolvent*innen und eine Studentin der Schmuckklasse der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle gefördert. Hier hatte auch Juliane Noack bis 2012 studiert. Darüber hinaus unterstützt der Förderverein die Erarbeitung eines Werkverzeichnisses von Juliane Noack.

Möglich machen dies die  Unterstützer*innen, die den Verein mit Spenden finanzieren, Fördermitglieder geworden sind oder sich durch ihre Mitarbeit engagieren. Auch Familie Noack stellt immer wieder finanzielle Mittel zur Verfügung. Um die Förderungen langfristig zu sichern, ist die Gründung einer Stiftung das Ziel. Auch dafür werden weiter Geldmittel gesammelt.

Förderung für „entoecia“

Ausstellung vom 8.-11.3.2018 in München

Im März 2018 fördern wir die Ausstellung „entoecia“, die während der SCHMUCK / MUNICH JEWELLERY WEEK 2018 in München stattfindet. Das selbstorganisierte Künstlerprojekt wurde vom Vorstand des Fördervereins aus den Bewerbungen ausgewählt, die Ende 2017 nach einer Ausschreibung eingingen.

entoecia
Sophie Baumgärtner, Marcus Biesecke, Elisa Sophia Herrmann, Sarah Schuschkleb, Martina Singérova

Ausstellung: vom 8.- 11.3.2018, Öffnungszeiten: 14-19 Uhr
Neureutherstraße 15, 80799 München

Weitere Informationen:
„entoecia“ bei der Munich Jewellery Week
Marcus Biesecke – Instagram
Sophie Baumgärtner – Website
Sarah Schuschkleb – Website
Martina Singérova – Website

entoecia

Weitere Informationen über die Förderprojekte des Vereins

Projektförderung an sechs Projekte vergeben

Skulptur - Schmuckkunst - Intervention

Nach der allerersten offenen Ausschreibung einer Projektförderung hat der Vorstand des Fördervereins Zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V. in seiner Sitzung im September sechs Projekte für eine Projektförderung ausgewählt. 32 Bewerbungen gingen ein, davon entsprachen 26 den Voraussetzungen der Ausschreibung, die sich an Künstler*innen in den ersten Berufsjahren richtete. In den kommenden 12 Monaten können nun die folgenden Künstler*innen ein Projekt in den Bereichen Schmuckkunst, Skulptur oder Intervention realisieren:

  • Sven Bergelt, Publikation: you are (not) the only one (500,00 Euro)
  • Kathrin Borst, Materialforschung: Emaillierte Schmuckunst (1.218,56 Euro)
  • Franziska Jyrch, Ausstellungsförderung (1.170,00 Euro)
  • Olga Grigorjewa, Susanne Hopmann, Nadja Kurz, Benedikt Leonhardt, Georg Lisek, Anna Nero, Marten Schech, Marie Lynn Speckert und Hannes Uhlenhaut, Meisterschüler Ausstellung Master Class (2.000,00 Euro)
  • Lea Petermann, Contact Method (AT) (453,47 Euro)
  • Various & Gould, City Skins | Lenin (2.000,00 Euro)

Die Projekte werden in den kommenden Wochen und Monaten ausführlicher vorgestellt. Besonders freuen wir uns, das dank weiterer Unterstützung der ursprünglich mit 6.500 Euro angesetzte Förderetat auf 7.342,03 Euro erhöht werden konnte.